Kurzes Interview

Neben den wenigen großen Verlagen, die (auch) phantastische Bücher verlegen gibt es immer mehr kleine Verlage – oftmals mit viel Elan, Einsatzbereitschaft und ganz viel Herzblut und Liebe zum Genre geführt. Einer dieser Verlage ist „Voodoo Press“, sein Gründer der gebürtige Österreicher Michael Preissl, der in diesem Interview etwas über die Intention, die hinter „Voodoo Press“ steckt erzählt, zukünfitge Innovationen verrät und erklärt, warum ausgerechnet Malta der Firmensitz des Verlags ist

❈  ❈  ❈


creepy creatures reviews: Wie bist du zum Verlagsleiter geworden, hast du bereits vorher in der Branche gearbeitet?

Michael Preissl: Unsere Familie hat in der Freizeit schon immer gern gelesen und geschrieben. Ich war in der IT-Branche für Banken tätig, als 2009, ROSE NOIRE, eine auf 100 Exemplare limitierte Anthologie entstanden ist. Danach haben wir interessante Manuskripte zugeschickt bekommen und das Ganze nahm an Fahrt an.
Der IT-Job und später dazu unser Verlag hat mich natürlich sehr viel Zeit und Energie gekostet. Ziel war es, den Verlag soweit aufzubauen um diesen alleingehend zu betreiben. 2014 dann die angestrebte Umstellung und der Umzug nach Malta, wo ich mich nun hauptberuflich, mit meiner Frau zusammen, um den Verlag kümmere.

creepy creatures reviews: Was war der Grundgedanke zu „Voodoo Press“, wie kam es zum Namen?

Preissl Verlag klingt einfach zu unspektakulär und passte irgendwie nicht zu der Art von Büchern, die wir verlegen 😉 Voodoo hat etwas Mysteriöses an sich, was uns gut gefiel, und Press, da es auch unser Ziel war, im englischen Raum aufzutreten, welches wir mittlerweile erreicht haben.


Wir haben uns auf den Bereich der Fantastik spezialisiert und bedienen verschiedene Genres. Darunter Horror, Mystery, Sci-Fi (Apokalypse, Zombies, …) Jedes Werk wurde von uns persönlich gelesen. Wir achten besonders auf werkgetreue, ungekürzte und gut umgesetzte Übersetzungen.

creepy creatures reviews: Generell: was ist dir an den Storys deiner Autoren wichtig um sie zu verlegen?

Die Story muss fesseln und der Schreibstil des Autors muss gefallen. Innovative, frische Ideen werden bevorzugt.

creepy creatures reviews: Wie siehst du die Zukunft phantastischer Literatur?

Wir sehen einer sehr positiven Zukunft entgegen. Es wachsen mehr und mehr Subgenres und so eine richtige Einordnung in die Sparte Horror, Psychothriller wird immer schwieriger. Das Angebot wird größer, Nachwuchsleser sind sehr an den Genres interessiert die wir verlegen.

creepy creatures reviews: Was plant ihr an Innovationen in der Zukunft?

Geplant sind zwei limitierte Ausgaben pro Jahr. Für diese konnten wir bereits eine Menge Autoren gewinnen.
An der zweiten Ausgabe wird bereits gearbeitet. Der Illustrator steht fest, die Übersetzung geht demnächst los.
Dann überlegen wir gerade, besondere Horror-Novellen neben der Taschenbuchausgabe auch als Hardcover zu bringen. Ich sprach vor längerer Zeit mit ein paar Fans darüber, und die Idee wurde gut angenommen.

creepy creatures reviews: Wieso als Firmensitz Malta?

Wir wollten in den Süden ziehen. Wir haben uns Italien, Spanien und Griechenland angesehen. Nach einigen Jahren Überlegungen stand Malta fest. Hauptgrund hierfür war die englische Sprache, die uns bei unseren Übersetzungen und im alltäglichen Leben weit bringt.

Link: http://florian-jung.wix.com/creepy-creatures#!Interview-mit-Michael-Preissl-von-Voodoo-Press

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.